August Sander (von uns – für uns!)
4. Juli 2025 – 17. November 2025
August Sander zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts und gilt als Pionier der Portraitfotografie. Den Jugendlichen im Kreis Altenkirchen sagte sein Name eher weniger. Dabei ist August Sander in Herdorf und damit im Kreis Altenkirchen geboren. Nicht von ungefähr tragen daher die Realschule plus und die Fachoberschule Gestaltung in Altenkirchen seinen Namen. Im Kreishaus gibt es ein Sander-Zimmer, in der Skulpturenlandschaft ›im Tal‹ das ›Haus für August Sander‹ und zwischen Hasselbach und Kuchhausen den vom brodverein e.V. entwickelten Sander-Weg. Doch Sander und sein Werk sind in seiner Westerwälder Heimat bei weitem nicht so bekannt, wie es seiner Bedeutung in der Welt der Fotografie entspricht. Der Deutsche Museumsbund hat daher mit Mitteln des Bundesbildungsministeriums ein außerschulisches Kunstvermittlungsprogramm mit Jugendlichen aus der Region finanziert.
Das Bündnis aus im Tal – Stiftung Wortelkamp, Gemeinde Windeck, August-Sander-Schule und Kreisvolkshochschule Altenkirchen hat ein Projekt umgesetzt, in dem man sich auch unbekannteren Aufnahmen Sanders aus unserer Region, dem Westerwald, widmete. Eine intensive, spannende und experimentelle Beschäftigung, von der historischen Vermittlung durch die Camera Obscura bis hin zu künstlerischen Techniken wie dem Malen in der Landschaft, an der Feldstaffelei, oder Druckexperimenten mit Cyanotypie. Entstanden sind unterschiedliche Workshops auf den Spuren Sanders – von Jugendlichen für Jugendliche, die auch in Zukunft weiter stattfinden und eine digitale Schnitzeljagd, die ab jetzt den Sander-Weg ergänzt.

